Das Anbohren unter Druck bei Fernwärmeleitungen ist für Nenngrößen von DN10 (3/8 Zoll) bis DN1600 (64 Zoll) möglich. Diese Technik ermöglicht neue Anschlüsse an bestehende Rohrleitungen ohne Betriebsunterbrechung. Die Auswahl des passenden Durchmessers hängt von Faktoren wie Rohrmaterial, Betriebsdruck und Wandstärke ab. Im Folgenden erfahren Sie alles Wichtige über unterstützte Nenngrößen, geeignete Materialien und technische Anforderungen beim Fernwärme-Anbohren.

Welche Rohrdurchmesser sind beim Anbohren unter Druck in Fernwärmenetzen möglich?

Beim Fernwärme-Anbohren decken moderne Anbohrverfahren einen breiten Durchmesserbereich ab. Die Spanne reicht von kleinen Hausanschlüssen mit DN10 bis hin zu großen Transportleitungen mit DN1600. In der Praxis liegen die häufigsten Anwendungen in Fernwärmenetzen zwischen DN50 und DN500, da diese Größen typische Verteilungsleitungen und Hausanschlüsse abdecken.

Die folgende Tabelle zeigt die gängigen Nenngrößen mit Zoll-Umrechnung für das Anbohren unter Druck:

Nenngröße (DN) Zoll-Maß Typische Anwendung
DN10 – DN25 3/8″ – 1″ Sensorinstallationen, Messanschlüsse
DN32 – DN100 1¼“ – 4″ Hausanschlüsse, kleine Abzweigungen
DN125 – DN300 5″ – 12″ Verteilungsleitungen, Netzausbau
DN350 – DN600 14″ – 24″ Haupttransportleitungen
DN700 – DN1600 28″ – 64″ Große Übertragungsleitungen

Bei der Auswahl des richtigen Durchmessers spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Der Kunde muss grundlegende Informationen bereitstellen: Größe und Material des Leitungsrohrs, Wandstärke, Auslegungsdruck und Temperatur sowie die gewünschte Anzapfgröße. Auf Basis dieser Angaben lässt sich der optimale Anbohrprozess planen. Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten für Ihr Fernwärmenetz erfahren? Entdecken Sie unsere Lösungen für Heizen und Kühlen oder kontaktieren Sie unseren Vertrieb für weitere Informationen.

Welche Rohrmaterialien eignen sich für das Anbohren unter Druck?

Die Rohrmaterialien für das Anbohren unter Druck umfassen sowohl schweißbare als auch nicht schweißbare Werkstoffe. Moderne Anbohr-Verfahren sind für nahezu alle in Fernwärmenetzen verwendeten Materialien geeignet. Die Wahl der Anwendungstechnik richtet sich dabei nach den spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Materials.

Folgende Materialtypen kommen bei der Anbohr-Technik an Fernwärmeleitungen zum Einsatz:

  1. Stahl (Kohlenstoffstahl) – Das am häufigsten verwendete Material in Fernwärmenetzen. Schweißbare Verbindungen ermöglichen dauerhafte Anschlüsse mit hoher Dichtheit und Beständigkeit beim Anbohren unter Druck.
  2. Edelstahl – Kommt bei korrosiven Medien oder besonderen Hygieneanforderungen zum Einsatz. Erfordert spezielle Schweißverfahren und Zusatzwerkstoffe.
  3. Kunststoff (PE, PP) – Wird zunehmend in modernen Fernwärmenetzen verbaut. Nicht schweißbare Verbindungen erfordern mechanische Anbohrschellen oder spezielle Klemmsysteme.
  4. Verbundwerkstoffe – Kombinieren verschiedene Materialschichten für optimale Eigenschaften. Die Anwendungstechnik muss alle Schichten berücksichtigen.

Der Unterschied zwischen schweißbaren und nicht schweißbaren Rohrleitungen beeinflusst die Anwendungstechnik erheblich. Bei schweißbaren Materialien wie Stahl werden Anbohrventile oder geschweißte Anbohrkugelhähne direkt auf die Leitung aufgeschweißt. Nicht schweißbare Materialien erfordern mechanische Verbindungstechniken mit speziellen Dichtungssystemen. Alle Spezial-Anbohrventile sind für unterirdische Installationen ausgelegt, was maximale Flexibilität bei der Planung bietet. Für besondere Materialanforderungen empfehlen wir, unseren Vertrieb zu kontaktieren, um die optimale Lösung für Ihr Projekt zu finden.

Welche Faktoren bestimmen die maximale Nennweite beim Heißanbohren?

Die maximale Nennweite beim Anbohren unter Druck für verschiedene Fördermedien wird durch mehrere technische Parameter bestimmt. Betriebsdruck, Temperatur, Wandstärke und Rohrmaterial bilden die Grundlage für jede Projektbewertung. Diese Faktoren müssen im Zusammenspiel betrachtet werden, um sichere und dauerhafte Anschlüsse zu gewährleisten.

Für eine fundierte Planung benötigen Fachleute folgende Informationen:

Die folgende Vergleichstabelle zeigt typische Anwendungsszenarien in Fernwärmenetzen:

Anwendungsszenario Betriebsdruck Temperatur Empfohlene Nenngrößen
Hausanschluss Neubau bis 16 bar bis 120°C DN25 – DN100
Netzausbau Verteilung bis 25 bar bis 140°C DN100 – DN300
Sensorinstallation variabel variabel DN10 – DN50
Hauptleitungserweiterung bis 40 bar bis 180°C DN300 – DN600

Sicherheitsanforderungen spielen bei der Durchmesserauswahl eine zentrale Rolle. Höhere Drücke und Temperaturen erfordern verstärkte Wandstärken und spezielle Dichtungsmaterialien. Die technischen Grenzen werden durch normgerechte Berechnungen und Materialprüfungen definiert, um Dichtheit und Beständigkeit beim Anbohren unter Druck dauerhaft sicherzustellen. Wenn Sie ein Projekt in Erwägung ziehen, empfehlen wir Ihnen, Tonisco zu kontaktieren – unsere Experten beraten Sie gerne zu den technischen Anforderungen.

Wie unterstützt Tonisco beim Anbohren unter Druck in Fernwärmenetzen?

Tonisco ist ein finnisches Familienunternehmen mit über 50 Jahren Erfahrung im Bereich Anbohr-Technik und Stopple-Technik. Seit 1969 entwickeln und fertigen wir hochwertige Produkte für die Wartung und Reparatur druckbeaufschlagter Rohrleitungen. Unsere Lösungen sind in mehr als 20 Ländern weltweit im Einsatz.

Für Fernwärmenetze bieten wir folgende Dienstleistungen an:

Unser Anbohrverfahren beginnt mit der Bewertung des benötigten Anschlusses. Nach Erhalt der grundlegenden Informationen erstellen wir einen detaillierten Kostenvoranschlag. Wir geben Empfehlungen zu Ventilen und Armaturen – dabei verfügen wir über Adapter für Broen, Danfoss, Tonisco, Vexve und Böhmer – arbeiten aber auch mit vom Kunden bereitgestellten Komponenten. Eine separate Planung ist nicht erforderlich, da alle Spezial-Anbohrventile für unterirdische Installationen ausgelegt sind.

Bei der Absperrtechnik bietet die Double-Stop-Methode eine besonders sichere und kosteneffiziente Lösung. Der Druck bleibt in der Leitung erhalten, sodass die Arbeiten zuverlässig und effizient durchgeführt werden können, während der Betrieb ungestört weiterläuft.

Nachhaltigkeit steht bei uns im Mittelpunkt. Durch Arbeiten ohne Abschaltung minimieren wir Materialverschwendung und reduzieren die Umweltbelastung. Ihre Kunden erhalten weiterhin Wärme, während wir neue Anschlüsse schaffen oder Wartungsarbeiten durchführen. Erfahren Sie mehr über unsere Lösungen für Heizen und Kühlen oder kontaktieren Sie unseren Vertrieb direkt für eine individuelle Beratung zu Ihrem Fernwärmeprojekt.

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